Ausführliche Berichterstattung der ICSI Behandlung

»Mein letzter Erfahrungsbericht stammt wohl aus 2007. Damals wurden mit Unterstützung vom Hormonzentrum und vor allem von Dr. Puchta stolze Eltern einer zucker süssen Tochter. Im Januar 2010 wollten wir Projekt ›Spatzl Nr. 2‹ starten. Unsere Tochter war inzwischen 3 Jahre und wir fanden es den genau richtigen Zeitpunkt für unser 2. größte Glück der Welt!
Nach einem Beratungsgespräch starteten wir bereits im Februar die erste ICSI-Behandlung. Wir hatten gar nicht mit so einem schnellen Erfolg gerechnet – aber nach dem Transfer von 2 Blastozysten übermittelte uns die liebe Frau Oschinsky die wundervolle Nachricht ›Frau W., der Test ist positiv!‹ Wir konnten unser Glück gar nicht fassen. Die erste US-Untersuchung beim Frauenarzt war dann eine noch größere Überraschung – es waren drei schlagende Herzerl ganz deutlich zu sehen. Der Frauenarzt hatte allerdings vorab schon gesagt, dass ein Embryo etwas kleiner ist und wir damit rechnen sollten, dass es evtl. ›nur‹ Zwillinge werden könnten.

Ehrlich gesagt waren wir erst etwas geschockt – evtl. Drillinge – damit hatten wir nach einem Transfer von 2 Eizellen überhaupt nicht gerechnet. Schnell freundeten wir uns mit dem Gedanken ab und waren überglücklich. 2 Wochen später hatte ich aufgrund der Mehrlingsschwangerschaft bereits den nächsten US-Termin. Hier wurden wir auf den grausamen Boden der Tatsachen zurück geholt. Keines der 3 Herzerl hat noch geschlagen. Ich kann mich noch sehr gut an diesen Donnerstag abend erinnern – damit hatten wir überhaupt nicht gerechnet – und ich war total geschockt und wahnsinnig traurig.

Bereits am darauffolgenden Montag fand die Ausschabung statt. Auf Anraten von Dr. Puchta starteten wir bereits im nächsten Zyklus mit der 2. ICSI-Behandlung. Dies dauerte bis August und ich war voller Mut und Tatendrang. Bei dem Versuch konnte nur 1 EZ bis zum Transfer weiter entwickelt werden und leider blieb der 2. Behandlungszyklus auch erfolglos. Beim 3. Versuch im Oktober 2010 konnten 2 EZ für einen Transfer verwendet werden – allerdings endete auch leider diese Zyklus mit einem negativen Bluttest.

Bis die priv. KV meines Mannes (Verursacherprinzip) die nächste Behandlung genehmigt hatte war es März. Bei diesem 4. ICSI-Versuch hatten wir inzwischen März 2011. Dabei konnten 2 EZ für den Transfer verwendet werden und sogar 3 EZ eingefroren werden. Leider blieb dieser 4. und auch der 5. Versuch gleich darauf im April 2011 mit den 3 Eisbärchen erfolglos. Ich muss gestehen – es gab Tage – da dachte ich mir, dass ich nie mehr schwanger werden würde. Ich hatte Angst, dass durch den Abgang evtl. sich etwas verändert hätte. Aber Dr. Puchta und Frau Oschinsky haben mich immer wieder aufgebaut und mir wahnsinnig viel Hoffnung gegeben.

So starteten wir im Juni den 6. Versuch – und damit 4. ICSI-Behandlung. Hier konnten genügend EZ befruchtet werden, dass wir sogar wieder 3 EZ einfrieren lassen konnten. 2 Eizellen bekam ich im Juli zurück. Irgendwie war ich mir ganz sicher, dass es wieder nicht geklappt hat – aber Frau Oschinsky überbrachte mir die tolle Nachricht – SCHWANGER!!!! Ich konnte es nicht glauben – es kann also doch noch klappen dachte ich mir. Auch 2 weitere Bluttests haben gut ausgeschaut – das HCG stieg weiter an – allerdings war bei keiner der US-Untersuchung eine Herzaktivität zu sehen. Es dauerte 4 Wochen bis fest stand – unser Spatzerl hat sich nicht weiter entwickelt – und so stand die 2. Ausschabung an. Die Zeit vom positiven Test bis zur Ausschabung war hier nicht einfach – es bestand immer noch Hoffnung, da ja der HCG weiter stieg – aber irgendwann nicht mehr genug. Ich war am Boden zerstört. Wenn ich meine kleine Tochter nicht gehabt hätte – ich glaube ich hätte aufgegeben – so verzweifelt war ich. Verzweifelt fuhr ich ins Hormonzentrum zu Dr. Puchta zu einem Beratungsgespräch. Er motivierte mich mit dem Satz ›Frau W. Sie sind sind auf der Winner-Seite! Sie waren in den letzten Monaten 2 x schwanger – das ist eine super Bilanz!‹ So hatte ich es bisher nicht gesehen – das hat mir Kraft und Mut gegeben. Und gleich im nächsten Zyklus bereiteten wir alles für einen Transfer mit den 3 Eisbärchen vor. Dieser fand dann am 13. Oktober 2011 statt. Ja – und inzwischen ist eines der Eisbärchen 4 Monate alt, super süss und unser 2. Sonnenschein in unserem Leben.

Die Schwangerschaft war nicht einfach. Bereits in der 7. SSW bekam ich Blutungen und es stellte sich heraus, dass wir uns auf Zwillinge freuen dürfen. Bei der 2. US-Untersuchung in der 10. SSW hat leider eines der beiden Herzerl aufgehört zu schlagen. Aber ein Herzerl hat trotz dieser heftigen Blutungen ganz ganz fest weitergeschlagen und gekämpft um bei uns zu bleiben. Ich war so eine wahnsinnig stolze schwangere Mama und freute mich über meinen Bauch jeden Tag mehr. Relativ früh wurde eine Plazenta previa totalis diagnostiziert und ich musste vorsichtig sein – wobei es mir so gut wie nie ging. In der 25. SSW bekam ich das erste mal leichte Blutungen und ich musste ein paar Tage zur Beobachtung ins KH. Nur gut eine Woche später setzte wieder eine Blutung ein. Nun war es den Ärzten zu riskant – ich musste mich für die nächsten Wochen häuslich im Krankenhaus einrichten. Trotz totaler Schonung bekam ich Anfang der 33. SSW so starke Blutungen, dass unser süsser Zwerg mit einer Not-Sectio geholt werden musste. Trotz der stolzen 2.080 gr. musste unser kleiner Mann vorsorglich fast 2 Wochen auf der Neugeborenenintensiv bleiben. Aber dann endete Ende Mai 2012 alles in einem wunderschönen Happy End.

Inzwischen wiegt unser kleiner Mann fast 6 kg und ist ein ganz aufgeweckter süsser kleiner Mann der seine Schwester, seine Eltern, Oma und Opa, Tante und Onkel und seine Cousinen zu unbeschreiblich glücklichen Menschen macht. Wenn ich ihn so neben mir liegen sehe kann ich unser Glück heute noch nicht fassen. Dies alles verdanken wir dem unermüdlichen und wahnsinnig professionellen Einsatz vom Hormonzentrum. Besonders Herrn Dr. Puchta, dem gesamten OP-Team und der wahnsinnig professionellen sowie menschlichen Arbeit von Frau Oschinsky möchten wir auf diesem Weg nochmal danken! Wenn man die Geschichte so liest war es wahrlich kein leichter Weg – nein – er war lange und sehr sehr schmerzhaft für die Seele! Aber es hat sich gelohnt – man kann es gar nicht in Worte fassen! Bei der Entlassung habe ich zu meiner Familie gesagt: So – in ein paar Monaten machen wir für Nr. 3 einen Termin im Hormonzentrum aus – aber leider streikt nun meine Familie..;-) Mal schauen was die Zeit mit sich bringt!!! In diesem Sinne – nochmal ganz ganz herzlichen Dank an das gesamte Team vom Hormonzentrum und allen Paaren die noch mitten im ›Projekt Familienvergrößerung‹ stecken ganz ganz viel Mut – alle Mühe und ›Schmerzen‹ werden belohnt!!!«

Familie W. aus Hallertau, 02.10.12
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