Kein Hauch von Krankenhaus zu spüren

»Ich habe erst im Alter von 38 Jahren erfahren, daß ich vermutlich niemals auf ›normalem Wege‹ schwanger werden kann. Nach knapp zwei Jahren erfolglosen Bemühungen ein Kind zu bekommen, haben wir bei mir eine Bauchspiegelung durchführen lassen – mit niederschmetterndem Ergebnis: Beide Eileiter waren (bzw. sind immer noch) stark deformiert und völlig undurchlässig. Also bleibt nur der Weg einer künstlichen Befruchtung.

Auf Anraten meines Frauenarztes haben wir den ersten Versuch in einer großen Münchner Klinik gestartet. Angeblich sei die Atmosphäre dort viel persönlicher als in einem kommerziell geführten Kinderwunschzentrum.
Doch weit gefehlt: Stundenlange Wartezeiten in dunklen, fensterlosen Vorzimmern, Telefone die endlos ins Leere klingeln (so auch später mein Anruf um zu erfahren, ob ›es‹ geklappt hat oder nicht) und eine insgesamt schlechte Organisation trugen nicht gerade zum Gelingen unseres Vorhabens bei. Es hat – beinahe erwartungsgemäß – nicht funktioniert ...

Ich habe mir dann als nächstes das Hormonzentrum in der Westendstrasse – mein Arzt war Dr. Puchta – angeschaut und war von der angenehmen Atmosphäre positiv überrascht. Die Praxis ist gut organisiert, die Wartezeiten kurz und für mich – nach der letzten negativen Erfahrung – das Wichtigste: Kein Hauch von Krankenhaus zu spüren, selbst der Aufenthalt im OP-Bereich ist beinahe entspannend.Trotzdem haben wir noch vier weitere IVF/ICSI-Behandlungen und einen (erfolglosen) Kryotransfer benötigt, bis ich endlich mit 39 Jahren schwanger wurde – mit Zwillingen! Die Schwangerschaft selbst war vergleichsweise problemlos. Unsere Beiden kamen Ende der 38. Woche gesund und munter per Kaiserschnitt zur Welt und wir waren überglücklich!

Damit war unser ›Familienziel‹ zwei Kinder zu haben eigentlich erreicht - sollte man meinen. Doch die Babyzeit verging viel zu schnell und so haben wir uns noch einmal an einen IVF-Versuch gewagt. Diesmal waren wir natürlich vergleichsweise entspannt und auch ziemlich abgelenkt, denn wenn man schon Kinder hat denkt man nicht mehr pausenlos darüber nach, was gerade im Körper geschieht. Zwischen Milchfläschchen und den herumtobenden Zwillingen hat mein Mann mir die Hormonspritzen verabreicht und wir haben dabei öfters herzhaft gelacht. Aufgrund meines fortgeschrittenen Alters wurde diesmal wieder ICSI und auch Assisted Hatching durchgeführt. Ich war mittlerweile 41 Jahre alt – und wurde sofort Schwanger. Diesmal ›nur‹ mit einem Baby.

Die Zeit verging nach der Geburt des ›Nachzüglers‹ noch viel schneller und nachdem sich bei drei Geschwistern häufig zwei miteinander verbünden und mit dem Dritten streiten, haben wir vor kurzem nochmals das Hormonzentrum für einen weiteren Versuch aufgesucht (wieder ICSI mit Assisted Hatching):
Ich war jetzt inzwischen 43 Jahre alt, habe ›nur‹ zwei Eizellen produziert, doch beide haben sich befruchtet und mittlerweile bin ich mit einer der beiden in der 12. Woche schwanger!

Mein persönliches Fazit:
Wenn man schon einmal Kinder bekommen hat scheint es irgendwie leichter zu sein, nochmal schwanger zu werden. Möglicherweise ist der weibliche Körper besser auf eine weitere Schwangerschaft eingestellt. Und: ›Ältere‹ Frauen jenseits der 35 sollten sich nicht zu sehr von Statistiken und fehlgeschlagenen Versuchen entmutigen lassen. Solange es die eigenen Nerven und nicht zuletzt auch die finanziellen Möglichkeiten zulassen, sollte man es weiter probieren. Irgendwann klappt es bestimmt!«

Frau L., München, 17.10.07
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