Untersuchungen beim Mann

Die Diagnostik von Fruchtbarkeitsstörungen beim Mann erfolgt durch die Untersuchung der Hormone. Zudem gibt die Untersuchung der Zeugungsfähigkeit mit Hilfe eines Spermiogramms Aufschluß über mögliche Einschränkungen.

Untersuchungen beim Mann

Hormondiagnostik

Spermiogramm

Auch beim Mann gilt es, eine zielführende und zügige Diagnostik durchzuführen. Zu den wichtigsten Untersuchungen, um die Ursachen der Kinderlosigkeit beim Mann zu ermitteln, zählen die Untersuchung der Hormone und des Spermiogramms. Wir möchten Ihnen hier die beiden Untersuchungsmethoden kurz erläutern: 

Hormondiagnostik

Auch beim Mann kann eine Hormonanalyse wichtig und aufschlussreich sein! Insbesondere dann, wenn eine Einschränkung der Spermienqualität vorliegt oder Symptome wie Leistungsminderung, Vitalitätsverlust, Gewichtszunahme, Müdigkeit und/oder Abgeschlagenheit erkennbar sind. Eine Hormonuntersuchung ist auch bei abnehmender Libido oder Impotenz sinnvoll.

Wie auch bei der Frau erfolgt die Hormondiagnostik durch eine einfache Blutentnahme und wird in unserem eigenen Hormonlabor unter konsequenter Anwendung modernster Analysetechniken untersucht. Die Ergebnisse werden dann mit Ihnen besprochen und – falls nötig – therapiert.

Spermiogramm

Die wichtigste Untersuchung, um Unfruchtbarkeit beim Mann festzustellen, ist das Beurteilen der Spermienqualität (Spermiogramm). Dazu wird das Ejakulat nach einer Karenzzeit (Zeit ohne Verkehr oder Masturbation) von zwei Tagen durch Masturbation gewonnen. Die Karenzzeit wird zum einen aus Gründen der Standardisierung (Vergleichbarkeit von Befunden) eingehalten und zum anderen, da ein zu kurzer Abstand zum letzten Verkehr die Spermiengesamtzahl negativ beeinflussen kann, eine zu lange Wartezeit wiederum verschlechtert die Beweglichkeit der Samenfäden.

Gut zu wissen

Es sollten mindestens zwei Spermiogramme vorliegen, da die Werte erheblich schwanken können.

Im Spermiogramm werden u. a. die Konzentration, Beweglichkeit und Gesamtzahl der Spermien gemessen.

Ein objektives Messsystem für die Spermienqualität ist die Computer-Assisted-Sperm-Analysis (CASA). Dabei wird das mikroskopische Bild des Sperma von einem Computer digitalisiert. Aus mehreren aufeinanderfolgenden Bildern werden die von den Samenzellen zurückgelegten Wege berechnet. Die Spermiogramme im Kinderwunschzentrum an der Oper werden ausschließlich mit dieser Technik angefertigt.

In einem Spermiogramm werden unterschiedliche Parameter gemessen. Zentral sind die Spermienkonzentration pro Millimeter, die Gesamtspermienzahl, der Anteil lebender Spermien in Prozent und die Beweglichkeit der Samenzellen. Zusätzlich beurteilt man den pH-Wert, das Ejakulatvolumen und die Form (Morphologie) der Spermien.
Die Normwerte der Weltgesundheitsorganisation (WHO) fordern eine Spermienkonzentration von mindestens 15 Millionen/ml, eine Gesamtspermienzahl von mindestens 39 Millionen oder mehr pro Ejakulat und eine Beweglichkeit von 32 % oder mehr. 4 % der Spermien müssen nach WHO normal geformt sein.

Es sollten mindestens zwei Spermiogramme vorliegen, da die Werte erheblich schwanken können. Auch Krankenkassen verlangen häufig zwei Spermiogramme in einem Abstand von zwölf Wochen.

Diagnostische Spermiogramme an den Kinderwunschzentren werden seit dem Jahr 2004 von den gesetzlichen Krankenversicherungen nicht mehr übernommen. Die Kosten belaufen sich auf 40 bis 50 Euro.

 
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