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Kinderwunsch

Die modernen Möglichkeiten der künstlichen Befruchtung – das Hormon Zentrum München steht an der Spitze der Entwicklung in Deutschland.

Artikel erschienen im TopMagazin München
Kinder – für viele Paare bleibt dies ein Wunsch, besonders wenn die Partner über 30 sind. Die neuesten statistischen Zahlen besagen: Die Geburtenzahlen gehen in Deutschland weiter zurück, die Altersverteilung der älteren Mütter nimmt immer mehr zu. Dieser negative Entwicklungsprozess wird durch einschneidende Beschränkungen der Kostenerstattungen der Krankenkassen bei künstlichen Befruchtungen, der Reproduktionsmedizin, auch noch unterstützt. Früher kamen auch Kassenpatienten in den Genuss einer vollständigen Erstattung, seit 2004 wurde dieses Gesundheitsreformgesetz dahin abgewandelt, dass nur noch die Hälfte erstattet wird – und das alles auch noch unter strenger Reglementierung und Altersverteilung.
Eine junge, verheiratete Frau muss z. B. erst 25 werden, um bezuschusst zu werden. Unter 25 hätte sie aber ihre fruchtbarste Phase, müsste dann aber leider alles selber bezahlen. Ab dem 40. Lebensjahr bekommt sie keinerlei Zuschuss mehr von den Krankenkassen! Ausgerechnet die nun 20 Jahre mit dem Solidaritätszuschuss subventionierten neuen Bundesländer – z. B. Sachsen – beginnen jetzt, die Kinderwunschbehandlung zu bezuschussen. Dies wäre in den alten Bundesländern auch wünschenswert, um die sinkenden Geburtenzahlen wieder zu fördern. Nicht verheiratete oder gleichgeschlechtliche Paare haben keinerlei Anspruch auf Kostenerstattung.

Nicht nur die älter werdenden Mütter bringen eine reduzierte Fruchtbarkeit mit sich, sondern es kämpfen auch die Väter mit einer reduzierten Quantität und Qualität der Sperma-Produktion. Die Gründe sind vielseitig, u. a. Umwelteinflüsse, Nikotin und Stressfaktoren, die die Qualität der Fruchtbarkeit mit zunehmendem Alter auch noch negativ beeinflussen.

Kinderwunsch ist erfüllbar

Dank der modernen Reproduktionsmedizin, die ja seit der ersten Retortenbaby-Zeugung Mitte der 80er Jahre eine revolutionäre Entwicklung durchlaufen hat, ist heutzutage fast bei jedem Paar eine Kinderwunschbehandlung möglich. »Nur wenn bei einer Frau keine Eierstocktätigkeit mehr nachzuweisen ist, gibt es bei uns keine Therapiemöglichkeit mehr.« Im Rechtsrahmen der Reproduktionsmedizin ist eine Eizellspende – im Gegensatz zur Samenspende – immer noch nicht erlaubt. Was die Frage nach der Gleichberechtigung geradezu erzwingt! Das Kinderwunschzentrum an der Oper in München kann auch noch mit extrem schlechten Spermiogrammen, auch nach einer Samenleiterunterbindung, wieder Kinder erzeugen. Bei günstigen Rahmenbedingungen liegt die Erfolgsquote über der natürlichen Fortpflanzungsrate des Menschen. Möglich macht dies modernste Technologie und hochqualifiziertes Personal. Die Garanten dafür sind die spezielle Ausbildung und langjährige Erfahrung der Reproduktionsmediziner des Kinderwunschzentrum an der Oper, Dr. Jörg Puchta, PD. Dr. med. habil. Hans-Ulrich Pauer, Dr. Silke Michna und Dr. Helmut Lacher.


Wer ist mehr betroffen: Mann oder Frau?

Etwa jedes fünfte Paar hat Schwierigkeiten, Kinder zu bekommen. Die Ursachen verteilen sich paritätisch zwischen Mann und Frau. Meist liegt eine gemischte Indikationsverteilung vor. Diese reicht von Eileiterfunktionsstörungen bei der Frau bis zu nicht vorhandenen Spermien beim Mann. Es ist übrigens im Kinderwunschzenturm an der Oper nie von einer Schuldzuteilung, sondern stets von einer gemischten Indikationsverteilung die Rede. Die modernen Methoden der Reproduktionsmedizin überschreiten inzwischen die natürlichen Schwangerschaftsraten des Menschen, weil ein gesundes Paar pro Zyklus nur eine Schwangerschaftschance von etwa 25 % und eine Kindwahrscheinlichkeit – baby take home rate – von 10 % hat. Die moderne Reproduktionsmedizin liegt dagegen heute – bei einem normal konfigurierten Paar – bei ca. 35 bis 40 %, wenn die Frau unter 35 und der Mann unter 50 Jahre alt ist. Ein geradezu revolutionärer Schritt, denn das bedeutet: Die Reproduktionsmedizin kann erfolgreicher sein als die Natur! Die Methoden gehen von der einfachsten Zyklusregulierung über die Transporthilfe der Spermien an den Ort der natürlichen Befruchtung, also in den Eileiter – bis zur Reagenzglasbefruchtung, die ihre Indikation einmal weiblicherseits in Eileiterfunktionsstörungen hat und männlicherseits eben durch drastische Einschränkung der Spermaqualität und -quantität. Da helfen die modernen „Schwangerschaftshelfer“ mit der sog. „IVF/ICSI-Methode“ im Rahmen einer Behandlung, die Schwangerschaften auch mit ganz schlechten Spermien erzielen können. Erfreulich dabei: Es sind keine methodisch bedingten, höheren Missbildungsraten zu erwarten, als es das Alters- oder genetische Kollektiv der Eltern erwarten lässt. Diese Angst kann den künftigen Eltern also genommen werden.


Was tut Mann bei »schlechten Spermien«?

Man kann durch eine Spermienselektion nicht den genetischen Vater verbessern, sondern man kann nur mit den vorhandenen Möglichkeiten die Chancen nutzen, die er bietet. Mit den Spermien-Selektionsverfahren (PICSI und IMSI) – einmal nach Spermaformen und nach Enzym-Aktivitäten am Spermienkopf – werden die befruchtungsfähigsten Spermien ausgesucht.


Kinderwunsch-Behandlungen sind Paar-Sache

Das Procedere: Wenn ein ultraschallkontrolliertes, hormonüberwachtes Zyklusmonitoring mit gezieltem Geschlechtsverkehr nicht zur Schwangerschaft führt, kann durch einen sog. Postkoital-Test geprüft werden, ob die Spermien überhaupt den Muttermund durchdringen können. Sollte dies nicht der Fall sein, können die hochgereinigten „Elite-Spermien“ völlig schmerzfrei in die Eileiter gespült (inseminiert) werden. Ist dies nicht erfolgreich, kann und soll man die Eileiter-Durchgängigkeit überprüfen: Entweder durch eine Bauchspiegelung (ein kleiner operativer Eingriff mit Narkose) oder durch eine nicht-operative, ultraschall-kontrollierte Kontrastmittel-Darstellung der Eileiter-Durchgängigkeit. Die früher durchgeführte Röntgenkontrastmittel-Darstellung der Eileiter wird wegen der Strahlenbelastung der Eierstöcke nicht mehr durchgeführt. Sind die Eileiter verschlossen, beeinträchtigt oder sind die Spermienparameter so schlecht, dass für eine Inseminationsbehandlung keine gute Aussicht besteht, wäre der nächste Schritt: die Befruchtung im Reagenzglas. Die stellt aber auch keine künstliche Befruchtung im eigentlichen Sinne dar, sondern nur eine Maßnahme der „assistierten Befruchtung“ – es wird praktisch nur der Ort der natürlichen Befruchtung ins Reagenzglas verlagert. Es entsteht derselbe Embryo, der auch im Eileiter bei normalen Verhältnissen entstanden wäre. Dieser Embryo bringt allerdings keine Garantie für spätere Olympiasieger, Filmschauspieler oder Nobelpreisträger mit sich – aber auch kein größeres Risiko durch methodisch bedingte Schädigungen. Daher ist der Ausdruck „künstliche Befruchtung“ eigentlich irreführend. Dies wären z.B. durch Klonen erzielte Schwangerschaften, indem eine Eizelle zur jungfräulichen Teilung angeregt würde und eine identische Reduplikation der Eizell-Spenderin entstünde. Siehe Klon-Schaf Dolly. Beides ist in Deutschland jedoch verboten.


Warnung vor Befruchtungs-Tourismus

Aber: Deutschland hat die gleichen rechtlichen Möglichkeiten, Eizellen zu befruchten wie Österreich und die umliegenden Länder. Reklame, die den sog. Befruchtungs-Tourismus attraktiv erscheinen lässt, ist falsch, weckt falsche Hoffnungen – und kostet nur viel Geld.
Die Qualitätssicherung über die Zertifizierung der genehmigten Zentren stellt dagegen in Deutschland einen international bewunderten, sehr hohen Sicherheitsstandard dar. Jede Eizelle, die in Deutschland punktiert wird, jeder Embryo, der hier erzeugt und übertragen wird, ist im deutschen IVF-Register (DIR) erfasst, so dass keine Grauzonen mit nicht-legalen Maßnahmen zu befürchten sind. Deutschland erfüllt den gleichen Erfolgsstandard wie die restlichen europäischen Länder.


Fertilitätserhaltung

Die moderne Kryotechnologie (Gefriertechnik) erlaubt es heute Frauen im besten fortpflanzungsfähigem Alter (25 bis 35 Jahre), Eizellen entnehmen und aufbewahren zu lassen, um später – wenn Partnerwahl oder Beruf es wünschenswert erscheinen lassen – auf biologisch junggebliebene Eizellen zurückgreifen zu können. Denn diese unterliegen ja nicht dem Missbildungs- und Fehlgeburtenrisiko der „älter“ gewordenen potentiellen Mutter. Dieses moderne Verfahren nennt sich „social freezing“. Dafür steht das Kinderwunschzentrum an der Oper mit Kompetenz und Erfahrung.

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