Tages Anzeiger

Das Geschäft mit der Hoffnung

Tiefgekühlte Eizellen, Laserstrahlen auf Embryos: Die Schweizer Regisseurin Barbara Burger wirft in ihrem Dokumentarfilm «Kinder machen» einen nüchternen Blick auf die Reproduktionsmedizin.

Auszug aus »Das Geschäft mit der Hoffnung«, erschienen im Tages Anzeiger vom 30.11.2017, von Regula Fuchs

Jetzt ist es passiert. Die Eihülle ist durchstossen. In der Kanüle ist ein winziges Pünktchen zu erkennen, eine Samenzelle.
Sie zieht sich erst etwas zurück, als nähme sie Anlauf, dann wird sie sanft hineingestossen ins Innere der Eizelle. Vielleicht ist man gerade Zeuge geworden, wie hier, in einer Glasschale, ein Mensch entsteht. ICSI heisst dieses Verfahren, intrazytoplasmatische Spermieninjektion: Das bedeutet, dass die Embryologin den Spermien ein wenig hilft auf dem Weg in die Eizelle. «Brave Kinder», sagt sie später, beim Blick ins Mikroskop. Was sie sieht, ist ein Zellhaufen. Für zwei Menschen draussen ist es der Fluchtpunkt aller Hoffnungen.

Den ganzen Artikel finden Sie unter:
www.tagesanzeiger.ch/kultur/kino/Das-Geschaeft-mit-der-Hoffnung

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