Intrauterine Insemination

Die Insemination verhilft vielen Frauen und Paaren auf einfachem, natürlichem Weg zum Wunschkind. Sie ist ein schonendes und schmerzfreies Verfahren, bei dem die Spermien zum Zeitpunkt des Eisprungs mit einem weichen, dünnen Schläuchlein direkt in die Gebärmutter übertragen werden.

Insemination – die Abkürzung für Spermien

Intrauterine Insemination (sprich: intra-uterine) bedeutet einfach übersetzt Samenübertragung in die Gebärmutter. Dabei werden die gereinigten, schnell beweglichen Samenzellen auf ihrem Weg zur Eizelle quasi ein Stück per Anhalter mitgenommen, indem sie direkt in die Gebärmutter eingebracht werden. Der natürliche »Hürdenlauf« durch die Scheide (Gebärmutterhalsschleim, saures Scheidenmilieu ...) wird somit übersprungen und die Chance auf ein Kind erheblich erhöht. Eine Insemination ist immer dann sinnvoll, wenn wir die Schwanger­schaftsrate im Rahmen eines natürlichen Zyklus erhöhen wollen.

Kurz gesagt

Die Insemination ist etwas anderes als eine künstliche Befruchtung. Bei Letzterer wird die Eizelle außerhalb des menschlichen Körpers befruchtet, bei der Insemination im Körper.

Voruntersuchungen und Vorbereitungen

Circa eine Woche nach Beginn der Blutung einfach zur Blutentnahme kommen, damit wir das Timing optimal gestalten können. Der Eisprung wird mit einem natürlichen Botenstoff per Mikro-Injektion (unter die Haut) ausgelöst. Die Insemination erfolgtdann sozusagen »in den Eisprung« hinein.

Auch gleichgeschlechtliche weibliche Paare können von einer Insemination profitieren – mithilfe von Spendersamen.

Ablauf einer Insemination

Am Tag der Insemination wird eine Samenprobe des Mannes benötigt, die bereits zu Hause gewonnen werden kann. Im Labor werden die Spermien mit einer Dichtegradienten-Zentri­fugation selektiert, um die »Spitzenathleten« vom Rest zu trennen und Chemikalien aus dem Sperma zu entfernen.

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Die »sprintstärksten« Spermien werden dann mit einem dünnen, weichen Spezialkatheter direkt in die Gebärmutter gebracht. So helfen wir den fittesten Samenzellen, direkt ans Ziel zu gelangen. Eine Betäubung ist nicht nötig, die Behandlung ist absolut schmerzfrei.

In nur zehn Minuten sind Sie mit allem fertig. Sie können danach einfach aufstehen und müssen sich in keinster Weise einschränken. Und seien Sie getrost: Die Samenflüssigkeit kann nicht aus der Scheide »auslaufen«.

 

Vorteile und Chancen der Insemination

Die statistische Wahrscheinlichkeit, bei regelmäßigem Geschlechtsverkehr schwanger zu werden, liegt bei nur 10 %. Eine Insemination nach vorangegangener Eileiter-Untersuchung steigert sie auf 25 bis 30 % pro Versuch: Die Chance auf ein Kind wird mit einer Samenübertragung also verdreifacht!

Vorteile der Insemination:

  • Bis zu dreimal höhere Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft
  • Nicht-invasive Behandlung, d. h. kein operativer Eingriff
  • Geringer Zeitaufwand: praktisch kein Arbeitsausfall
  • Keine zusätzlichen Hormongaben für die Frau – Nutzung des natürlichen Zyklus

Da wir bei einer Insemination lediglich natürlich nachhelfen und den natürlichen Zyklus nutzen, sind keine weiteren Hormongaben erforderlich. Es gibt praktisch keine Nebenwirkungen.

Sollten Sie nach der dritten Samenübertragung nicht schwanger werden, empfehlen wir die künstliche Befruchtung mit Hilfe einer IVF oder ICSI.

Gut zu wissen

Die Chancen auf eine Schwangerschaft durch Insemination sind excellent, wenn die Eileiter vorher untersucht wurden!

Wenn Sie mehr wissen möchten …

Unsere Broschüre »Intrauterine Insemination 2020. Der einfache Weg zum Kind.« informiert Sie umfassend. Sie können ein PDF der Broschüre bequem herunterladen oder ein kostenloses Exemplar bestellen. Weitere informative Broschüren finden Sie in unserer Infothek.

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