Ein großer Fortschritt in der Reproduktionsmedizin

Bereits seit den 1980er-Jahren werden menschliche Zellen zur Konservierung tiefgefroren. Heute ist dieses Verfahren sehr erfolgreich und immer mehr junge Menschen können sich vorstellen, Social Freezing in Anspruch zu nehmen.

»Social Freezing ermöglicht es gewissermaßen, die Familienplanung für ein paar Jahre auf Eis zu legen, und bietet Frauen die Chance, sich mit der Familiengründung mehr Zeit zu lassen.«

Dr. Jörg Puchta

Die Entwicklung des Social Freezing

Die Kryokonservierung (griechisch krýos = Kälte und lateinisch conservare = bewahren) menschlicher Zellen entwickelte sich im Zuge der Fortschritte in der In-vitro-Fertilisation (IVF). Der Zellbiologe und Stammzellforscher Alan Trounson machte es mit der Gefriermethode zunächst möglich, befruchtete Eizellen aus IVF-Zyklen haltbar zu machen. Im Jahr 1984 kam das erste Kind zur Welt, das sich aus einem zuvor tiefgefrorenen Embryo entwickelt hatte.

Das Einfrieren unbefruchteter Eizellen hingegen setzten Reproduktionsmediziner früher vor allem bei Frauen ein, die eine fruchtbarkeitsschädigende Chemo- oder Strahlentherapie durchlaufen mussten und sich die Möglichkeit einer Schwangerschaft nach der Behandlung sichern wollten. Erst seit einigen Jahren steigt die Nachfrage des sogenannten Social Freezing auch bei Gesunden. Heute nehmen primär Frauen, deren Lebensplanung eine Familiengründung in ganz jungen Jahren nicht vorsieht, die Kryokonservierung in Anspruch. Mit Social Freezing können sie zudem vorsorgen, sollte später eine fruchtbarkeitsmindernde Erkrankung wie beispielsweise eine vorzeitige Erschöpfung der Eierstöcke eintreten (Climax präcox). Auch bei Männern können Spermien und beispielsweise Hodengewebe kryokonserviert werden, um dieses zu einem späteren Zeitpunkt für eine künstliche Befruchtung einzusetzen. 

Moderne technische Verfahren tragen zum Erfolg von Social Freezing bei.

Moderne technische Verfahren haben die Nachfrage nach Social Freezing in den vergangenen Jahren zunächst in den USA, mittlerweile aber auch in Deutschland stark ansteigen lassen. Laut einer Forsa-Studie aus dem Jahr 2015 stehen fast zwei Drittel der befragten 1061 Männer und Frauen zwischen 18 und 30 Jahren dem Social Freezing aufgeschlossen gegenüber. Knapp ein Drittel kann sich vorstellen, sich den Kinderwunsch so zu einem späteren Zeitpunkt zu erfüllen.

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